Die Architektur des Fluges: Das mikroskopische Wunder der Federstruktur
Die hohle, federlose Basis des Federschafts, die ihn im Hautfollikel des Vogels verankert. Es ist eine starke, aber leichte Grundlage.
Der zentrale Schaft, der sich vom Calamus erstreckt. Er ist stark und flexibel und bietet die Hauptstütze für die Federstruktur.
Eine Reihe paralleler Äste, die vom Rachis ausgehen. Sie bilden die Hauptfahne (die flache Oberfläche) der Feder.
Jede Barbe hat kleinere Äste, die Barbulae genannt werden. Diese Barbulae haben noch kleinere Vorsprünge, die Haken (oder Barbicels) genannt werden und sich mit den Barbulae benachbarter Barben verzahnen. Dies schafft eine starke, flexible und durchgehende Oberfläche, ähnlich einem Reißverschluss.
Dies sind die Federn, die den Körper eines Vogels bedecken und eine glatte, aerodynamische Kontur schaffen. Dazu gehören die großen Schwungfedern der Flügel (Remiges) und des Schwanzes (Rectrices), die für die Erzeugung von Auftrieb und die Steuerung während des Fluges unerlässlich sind.
Unter den Konturfedern gelegen, haben Daunenfedern eine lockere, flauschige Struktur mit einem kurzen oder fehlenden Rachis. Ihre Hauptaufgabe ist die Isolierung, indem sie eine Luftschicht nahe der Haut einschließen, um den Vogel warm zu halten.
Sie sind eine Zwischenform zwischen Konturfedern und Daunenfedern. Sie haben einen deutlichen Rachis, aber lockere, flauschige Fahnen. Sie bieten Isolierung und helfen dabei, dem Körper Form zu geben.
Feine, haarähnliche Federn mit wenigen Barben an der Spitze. Sie sind Sinnesrezeptoren, die die Position und Bewegung der Konturfedern überwachen, um bei Fluganpassungen und der Gefiederpflege zu helfen.
Steife, spitz zulaufende Federn mit nur wenigen Barben an der Basis. Häufig um die Augen und den Mund herum zu finden, fungieren sie als Wimpern oder sensorische Schnurrhaare.
Chemische Verbindungen, die bestimmte Wellenlängen des Lichts absorbieren und andere reflektieren. Die häufigsten sind Melanine (die Schwarz-, Grau- und Brauntöne erzeugen) und Carotinoide (die Rot-, Gelb- und Orangetöne erzeugen, die aus der Nahrung gewonnen werden).
Erzeugt durch die mikroskopische Struktur der Federbarbulen, die Lichtwellen streuen und interferieren lassen. Dies erzeugt schillernde Blau-, Grün- und Violetttöne sowie nicht schillernde Weißtöne. Das leuchtende Schillern der Kehle eines Kolibris ist ein klassisches Beispiel für Strukturfarbe.
Die leichte, aber starke hierarchische Struktur des Federschafts dient als Vorbild für die Entwicklung neuer Verbundwerkstoffe für die Luft- und Raumfahrt sowie die Automobilindustrie.
Der "Reißverschluss"-Verriegelungsmechanismus der Barbulae inspiriert das Design von Materialien, die leicht repariert oder wieder befestigt werden können.
Die Mikrostruktur, die Federn wasserdicht macht, wird nachgeahmt, um superhydrophobe Beschichtungen für alles von Elektronik bis hin zu Textilien zu schaffen.